Gerüstbau

Gerüstbau

1. Der theoretische Unterricht und die praktische Ausbildung für den Sektor Gerüstbau ist unter unmittelbarer Leitung eines Mitarbeiters des zukünftigen Arbeitgebers in Deutschland, mit über 30 jähriger Erfahrung im Gerüstbau, organisiert.

Der Unterricht umfasst Kommunikationswege auf der Baustelle, das richtige Lesen und Verstehen von Gerüstzeichnungen und deren meistbenutzten Kürzungen und Farben, Sicherheitsvorkehrungen und die richtige Benutzung der PSA für die Arbeit am Gerüst sowie die Analyse von Videomaterial, das am vorherigen Tag bei der praktischen Ausbildung aufgenommen wurde, wobei u.a. auch eine Fehleranalyse gemacht wird.

Die praktische Ausbildung beginnt für die eine Hälfte der Kandidatengruppe sofort nach Beendung des theoretischen Teils und die restlichen Teilnehmer haben zu dieser Zeit Deutschunterricht. Auf dem Übungsplatz wird der Auf- und Abbau von Gerüsten geübt und hier lernen die Kandidaten alle Bauelemente beider Gerüsttypen, die beim Arbeitsgeber benutzt werden, kennen. Die beiden Teilgruppen werden noch weiter auf sogenannte „Kolonnen“ aufgeteilt (mit jeweils 5-6 Personen pro Kolonne). Beide Hauptgruppen wechseln sich nach der Mittagspause ab und mit der 2ten Gruppe (die auch in Kolonnen aufgeteilt wird) werden die angefangenen Gerüste von der 1sten Gruppe weitergebaut bzw. abgebaut und wenn die Zeit ausreicht, werden andere Gerüsttypen montiert. Jede Kolonne hat die Möglichkeit, ihren eigenen „Kolonnenführer“ auszuwählen, d.h. Teamwork wird beim Gerüstbau gefordert und jede Gruppe übt den Auf- und Abbau von jedem Gerüsttyp, den die Firma – Arbeitgeber- anbietet.

2. Die Deutschkurse sind in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum „Kuzman Shapkarev“ Ohrid organisiert. Die Kurse sind sprachlich auf den Gerüstbau und den täglichen Umgang auf der Baustelle orientiert, d.h. es werden die allgemeinen Umgangsformen, Nummern, Personalpronomen, Vorstellungsformen u.ä. gelehrt sowie die Fachbegriffe, Werkzeuge und Bauelemente aus diesem Gewerbe. Mit anderen Worten: der Kandidat, der für die Arbeit in Deutschland ausgebildet wird, sollte sich richtig vorstellen können, verstehen, was der Kollege oder Kolonnenführer auf der Baustelle von ihm möchte und er sollte wissen, wie er richtig Fragen stellt und erklären kann, was er bei seiner Arbeit benötigt.
Die Deutschkurse werden separat für das konkrete Gewerbe zielorientiert angeboten (z.B. die Umgangsformen und benutzte Werkzeuge von den Schlossern unterscheiden sich von denen der Tischler). Jeder Industriesektor hat seine eigenen Redewendungen und seinen eigenen Wortschatz, die der Kandidat kennen muss.

Datum

06. November 2017

Tags

Handwerke
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